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Du möchtest dich weiterentwickeln, produktiver werden und gesunde Verhaltensweisen antrainieren, um erfolgreich zu sein? Doch immer wieder stehst du vor der Herausforderung, alte Gewohnheiten und Muster loszulassen, die dich daran hindern, dein volles Potenzial auszuschöpfen?
Warum es so schwer ist, alte Gewohnheiten aufzugeben
Fangen wir mit den absoluten Basics an.
Jede Handlung verbraucht Energie. Und damit meine ich nicht die Energie in den Muskeln, um sie anzuspannen, sondern mentale Energie. Stell dir diese Energie wie deine Konzentration oder deine Aufmerksamkeit vor.
Dein Tagesvorrat an Energie ist grundsÀtzlich erst einmal begrenzt. Unser Gehirn versucht daher, diese Energie zu sparen, indem es Verhaltensweisen automatisiert.
Das bedeutet, dass wir bestimmte Verhaltensmuster entwickeln, die automatisch ausgelöst werden, wenn wir bestimmte Situationen oder Reize wahrnehmen.
Das wir jemanden grĂŒĂen, den wir kennen, ist fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich geworden. Wir mĂŒssen uns nicht mehr aktiv dazu entscheiden, jemandem die Hand zu schĂŒtteln, wenn sie uns gereicht wird. All das macht das Gehirn ganz automatisch.
Diese automatisierten Verhaltensmuster sind unsere Gewohnheiten, und sie haben sich entwickelt, weil sie in der Vergangenheit fĂŒr uns nĂŒtzlich waren.
Zum Beispiel: Wenn wir unsere Bekannten grĂŒĂen, dann werden wir beliebt. Und nicht zuletzt brauchten schon die Höhlenmenschen ihre Gemeinschaft, ohne die sie kaum Ăberlebenschancen hatten.
Gewohnheiten helfen uns, Aufgaben effizient zu bewÀltigen und mit Herausforderungen umzugehen, ohne zu viel Aufmerksamkeit und Konzentration zu verbrauchen.
Im beruflichen Kontext gibt es sowohl gesunde als auch ungesunde Gewohnheiten. Eine gesunde Gewohnheit könnte beispielsweise sein, am Anfang jedes Arbeitstages eine To-Do-Liste zu erstellen und PrioritĂ€ten zu setzen. Aber auch regelmĂ€Ăige Pausen einzulegen ist eine gesunde Gewohnheit, um unsere Konzentration aufrechtzuerhalten und Erschöpfung zu vermeiden.
Im Gegensatz dazu können ungesunde Gewohnheiten, wie hÀufige Unterbrechungen durch Benachrichtigungen auf dem Smartphone, unsere ProduktivitÀt beeintrÀchtigen. Auch das Aufschieben von wichtigen Aufgaben zugunsten weniger dringender oder angenehmer AktivitÀten hindert uns daran, unsere Ziele zu erreichen und unser volles Potenzial im Beruf auszuschöpfen.
Das Problem ist, dass diese Gewohnheiten im Gehirn wie breite und tiefe FlĂŒsse sind. Wenn du den Lauf dieses Flusses verĂ€ndern willst, dann ist das nicht mit einem Fingerschnips getan.
Unser Gehirn hat diese Gewohnheiten mit voller Absicht so tief eingegraben, sodass sie immer nach demselben Schema ablaufen. Eben damit sie dem Gehirn die Energie fĂŒr die Kontrolle sparen, und es sich in der Zeit anderen Dingen zuwenden kann.
Wie eine alte Gewohnheit ersetzt werden kann
Wenn wir eine alte Gewohnheit einfach aufgeben wollen, dann ist das so, als ob das Wasser eines Flusses einfach gestaut wird und sich ein groĂes Becken bildet. Es erfordert viel Anstrengung, diesen Stau aufrechtzuerhalten. Und wie du jetzt weiĂt, mag unser Gehirn das ganz und garnicht.
Der effektivere Ansatz besteht darin, diesen Fluss in ein neues Bett umzuleiten. Anstatt eine alte Gewohnheit zu stoppen, können wir eine neue, gesunde Gewohnheit an ihrer Stelle einfĂŒhren. Dies erfordert anfangs eine bewusste Anstrengung und Konzentration, ganz so wie das Graben eines neuen Flussbetts.
Doch mit der Zeit wird diese neue Gewohnheit stÀrker und verdrÀngt die alte Gewohnheit. Sie wird zu einem gut etablierten Verhaltensmuster und erfordert immer weniger bewusste Anstrengung. So, wie es zuvor auch bei der alten Gewohnheit war.
Normalerweise werden Ingenieur:innen fĂŒr die Verlegung eines Flusses zu Rate gezogen, wenn das Ergebnis wirklich nachhaltig sein soll. Ich denke niemand kĂ€me auf die Idee, einen Bachverlauf selbst und ohne Hilfe umzugraben, wenn dadurch beispielsweise das Haus in Gefahr wĂ€re.
Mit einer Expertin an deiner Seite erreichst du viel sicherer das Ziel, und noch dazu mit weniger Aufwand.
Und um neue, gesunde Gewohnheiten in deinem Job und Alltag zu implementieren, gibt es Psychologinnen und Coaches, die dich dabei unterstĂŒtzen, die richtigen Strategien zu identifizieren und neue Gewohnheiten erfolgreich zu etablieren.
Klingt doch vielversprechend, oder? Also lass uns gleich zu einigen praktischen Strategien ĂŒbergehen.
GroĂe Ziele in Unterziele zerlegen
Zuallererst ist es wichtig sich Gedanken ĂŒber das eigentliche Ziel zu machen.
Denn wenn wir nur auf das groĂe Ganze schauen, können wir uns leicht ĂŒberfordern.
Du weiĂt, wie das ist. Wenn du dir vornimmst einen ganzen Fluss zu verlegen, dann wirkt das so groĂ und mĂ€chtig, dass du erst gar nicht damit anfĂ€ngst. Wenn du dir aber vornimmst heute 10 Spatenstiche zu unternehmen, und das fĂŒr 10 Tage am StĂŒck, dann klingt das schon viel realistischer, oder?
Es ist wichtig, einen klaren Plan zu haben, was du heute und in den nĂ€chsten Tagen tun wirst, um dich deinem Ziel Schritt fĂŒr Schritt zu nĂ€hern.
Du kannst es dir wie das Lösen eines Puzzles vorstellen: Da fĂ€ngst du auch nicht damit an, das gesamte Bild auf einmal zu vervollstĂ€ndigen, sondern du konzentrierst dich auf ein StĂŒck nach dem anderen.
Indem du die KomplexitÀt reduzierst und dich auf kleine Teilschritte fokussierst, vermeidest du Frustration.
Ein praktisches Werkzeug, um deine gewĂŒnschte VerhaltensĂ€nderung festzulegen, ist die SMART-Formel. Indem du deine groĂen Ziele in kleine, SMART definierte Unterziele zerlegst, schaffst du dir genau diesen klaren Fahrplan fĂŒr deine VerĂ€nderung.
WeiĂt du noch aus dem Stand, wofĂŒr die Buchstaben von SMART stehen?
Neues Verhalten an vorhandene Routinen anknĂŒpfen
Eine weitere effektive Methode, um das neue Verhalten zu etablieren, besteht darin, es an bereits bestehende Routinen anzuknĂŒpfen.
DafĂŒr ist es wichtig, einen bewussten Auslöser fĂŒr die neue Verhaltensweise zu identifizieren. Der Auslöser kann ein bestimmtes Ereignis, eine Uhrzeit oder ein Ort sein, der das neue Verhalten initiieren soll.
Stell dir vor, du möchtest regelmĂ€Ăig kurze Pausen wĂ€hrend der Arbeit einlegen, um produktiver und konzentrierter zu bleiben. Du könntest als Auslöser die volle Stunde festlegen. Sobald die Uhr eine volle Stunde schlĂ€gt, steht fĂŒr dich die kurze Pause auf dem Plan.
Anfangs erfordert es noch mehr Aufmerksamkeit und Konzentration, sich an den Auslöser zu erinnern und das neue Verhalten bewusst auszufĂŒhren. Doch mit jeder Wiederholung wird es leichter und automatischer.
Dein Gehirn verknĂŒpft den Auslöser mit der neuen Gewohnheit, und es wird zu einer Routine.
Hier sind einige Beispiele fĂŒr Auslöser im Alltag, die genutzt werden können, um gesunde Gewohnheiten daran zu knĂŒpfen:
- Nach dem morgendlichen Weckerklingeln: Den Tag mit einer kurzen Meditation oder AtemĂŒbung beginnen, um fokussiert in den Tag zu starten.
- Beim Betreten des BĂŒros: Eine To-Do-Liste erstellen, um die wichtigsten Aufgaben fĂŒr den Tag zu priorisieren und eine klare Struktur zu schaffen.
- Vor dem Mittagessen: Einen kurzen Spaziergang machen, um frische Luft zu schnappen und neue Energie zu tanken.
- Beim Hinsetzen am Schreibtisch: Das Handy auf lautlos stellen, um Ablenkungen zu minimieren.
- Vor dem Zubettgehen: Ein Buch lesen, um sich auf einen erholsamen Schlaf vorzubereiten.
Indem du das neue Verhalten an solche vorhandenen Routinen knĂŒpfst, fĂ€llt es dir leichter, die neuen Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren.
Geduld und Ausdauer
Damit das gut funktioniert, ist Geduld und Ausdauer entscheidend. Es ist wichtig, am Ball zu bleiben und weiterzumachen, auch wenn es mal schwierig wird oder RĂŒckschlĂ€ge auftreten.
Das Etablieren einer neuen Gewohnheit erfordert ganz besonders am Anfang viel Energie. Diese Energie kann entweder durch ein besonders intensives Erlebnis freigesetzt werden oder durch viele kleine Schritte ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum.
Der Schrecken einer ernsthaften Gesundheitsdiagnose kann beispielsweise groĂ genug sein, sodass wir sofort alle RatschlĂ€ge der Ărztin umsetzen. Und irgendwann einmal haben wir auch zuerst auf die heiĂe Herdplatte gefasst, sodass wir heute ganz automatisch vorsichtig am Herd sind.
Da solche intensiven Erlebnisse jedoch schwer planbar sind, empfehle ich den Weg der kleinen VerĂ€nderungen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum.
Baue mehrere Wiederholungen der neuen, gesunden Verhaltensweise in den Tag ein. Je hĂ€ufiger du die neue Gewohnheit einĂŒbst, desto schneller wird sie zu einer festen Routine. Wieviel du in deine gesunde Gewohnheit investieren willst, liegt also ganz in deiner Entscheidung.
Wenn du mehr innere StĂ€rke und Resilienz im beruflichen Alltag wĂŒnschst, empfehle ich dir auĂerdem, eines dieser zwei Videos anzuschauen, in denen ich dir viele verschiedene Ăbungen fĂŒr mehr innere StĂ€rke vorstelle.
Bleib am Ball, auch wenn es schwierig wird. Mit kontinuierlichem Engagement wirst du deine Ziele erreichen.
Ăbrigens, dieser Artikel ist die Transkription zu diesem Video (schau es dir am besten gleich an!):
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Gude, ich bin Markus,
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